
Dieser Bericht "Laufen mit Hund im Wettbewerb" ist ebenfalls erschienen in der Zeitschrift
RUNNING(03/2009).
Das Einsteigerprogramm "Laufen mit Hund" ist ebenfalls erschienen in der Zeitschrift
RUNNING(08/2007).
Gibt es aber auch hier auf jensgehtlaufen: Laufen mit Hund.
Lauf-Tipps:
Städte-Marathons meiden, Landschaftsläufe bevorzugen. Weitere Empfehlungen auf www.marathonhund.de mit Laufveranstaltungen nach ihrer "Hundetauglichkeit" bewertet.
"Bist du blöd? Hier waren wir schon!"
Ronja zu Jens auf einem Mehrfach-Rundkurs.
Ging es im Laufen mit Hund (Teil I) noch um grundlegende Dinge, wie die Ausrüstung, hilfreiche Kommandos und Tipps zum Training, so soll es diesmal Rund um das "Laufen mit Hund im Wettbewerb" gehen.
Eine der Fragen, die mir am häufigsten gestellt wird ist: "Nimmst du Ronja auch mit zum Marathon?". Das hängt natürlich klar vom Veranstaltungscharakter und den Begleit-Umständen und -Möglichkeiten ab.
Die klassischen Städte-Marathons, wie Hamburg, Berlin, etc sind total ungeeignet. Das Gedränge im Startblock nimmt mir schon die Luft, und meine Husky-Hündin Ronja bekommt angesichts solcher Menschenmassen Angstzustände. Hinzu kommt, dass im Gewühl niemand einen Teilnehmer "da unten" erwartet. Die Gefahr, dass ihr jemand auf die Pfoten tritt, ist also recht hoch und auch bei ähnlichen Menschenaufläufen schon so passiert.
Doch nicht nur dem Tier tut man damit keinen Gefallen. Die Unfallgefahr die sich durch einen plötzlich stehen bleibenden Vierbeiner ergibt, der gerade seine Notdurft verrichten muss, und die daraus resultierende Sauerei mitten auf der Laufstrecke ist alles andere als ungefährlich. Auch die Verbindungsleine zwischen Hund (Geschirr) und Läufer (Bauchgurt) kann für hin- und her- pendelnde oder schräg überholende Konkurrenten zur Stolperfalle werden und schwere Stürze zur Folge haben.
Nicht zuletzt der Respekt vor anderen Teilnehmern, die schlichtweg Angst vor Hunden haben, gebietet es, sich gegen einen Stadtmarathon zu entscheiden. Nicht jeder mag meiner Zusicherung glauben schenken, Ronja würde "nichts tun". Übrigens: Mir als Läufer wird es auf Dauer auch zu lästig, uns immer und immer wieder zu erklären und als harmlos vorzustellen. Wir wollen laufen und uns nicht dafür entschuldigen müssen!
Laufen mit Geschirr und Bauchgurt

Bergauf Abstand halten

Pure Lebensfreude


Genug Platz

Wartemodus

Trinken im Wald kein Problem

Bergauf ...

...schlaucht auch den Hund!

Decke für's Auto nicht vergessen!

Olne-Spa-Olne, 65km Trail in Belgien
Ganz abgesehen davon steht in den meisten Ausschreibungen ein Hundestartverbot. Falls in der Ausschreibung keine Angaben gemacht werden, schafft eine kurze telefonische Rücksprache oder E-Mail mit dem Veranstalter zunächst Klarheit darüber, ob ein Hund überhaupt geduldet wird.
Zurück zum Spaß am Laufen mit Hund. Landschaftsläufe an der See, in den Mittelgebirgen, oder gar den Alpen eignen sich schon eher. In aller Regel liegen hier die Teilnehmerzahlen bei wenigen Hundert, und das Läuferfeld hat sich schon nach wenigen Kilometern so weit auseinander gezogen, dass man quasi alleine läuft. Oftmals bilden sich kleine Gruppen, und man kommt über das Thema Hund ins Gespräch oder genießt in aller Stille die Landschaft.
Im Nachhinein betrachtet waren dies bislang meine schönsten Läufe. Ronja ist dabei an Sturheit kaum zu übertreffen. Sie geht im Geschirr schnurgeradeaus und läst sich zur Belustigung anderer Teilnehmer nur ungern überholen oder ablenken. Dabei beherrscht sie die Lenkkommandos "Liiiinks", "Reeechts" und "Ab" - wahlweise auch die Kommandos der Schlittenhundeführer (Musher): "HOW" (gesprochen HOHH) für links, "GEE" (gesprochen TSCHII) für rechts, und "GOO" für vorwärts - die so wichtig sind für ein gegenseitiges Vertrauen im Gelände und auf schwierigen Trails.
Mit den Jahren sind wir ein eingespieltes Team geworden, welches auch ohne große Worte klar kommt. Einmal habe wir es beim 100-Meilen-Trail STUNT100 sogar auf über 28 Stunden gemeinsame Laufstunden gebracht; am Ende ist sie an jedem Verpflegungspunkt im stehen eingeschlafen. Huskies sind nun mal sehr speziell.
Meine Hunde-Lauffreunde Doro und Andree stellen auf ihrem Portal www.marathonhund.de Veranstaltungen vor und bewerten diese nach ihrer Hundetauglichkeit. Kriterien sind dabei Terrain,Versorgungsmöglichkeiten und die Unterstützung des Veranstalters.
Andree: "Die schönste Laufstrecke kann zum Alptraum werden, wenn immer wieder Felsbrocken oder gar Leitern für den Vierbeiner zum unüberwindbaren Hindernis werden, über 50 km kein Bach die Sanddünen durchzieht oder die generelle Ablehnung der Rennleitung gegen Hunde schlechte Laune aufkommen lässt.". Auf der Internetpräsenz erfährt man außerdem Nützliches zur Ausrüstung und knüpft Kontakte zu anderen Läufern mit Hund.
Auch in den Ausschreibungen der Veranstalter findet man eine Reihe von sachdienlichen Hinweisen, denn Landschaftslauf ist nicht gleich Landschaftslauf. Es gibt wunderschöne Strecken, die jedoch asphaltierten Wegen und Strassen quer durch die Wälder folgen - nicht unbedingt Hundepfotenfreundlich. Auch von Mehrfach-Rundkursen ist abzuraten. Wenn Landschaftsmarathons aus 6 identischen Runden a 7km zusammen gebastelt sind, so kann der Mensch gut darüber hinweg sehen, der Hund dagegen nicht. Er erkennt die Wiederholung und vermutet einen Orientierungsfehler. Man kann die Verwirrung deutlich in der Gestik und Körpersprache des Vierbeiners ablesen: "Bist du blöd? Hier waren wir schon". Die Folge ist spätestens in der dritten Runde Lustlosigkeit bis hin zum totalen Streik.
Lauf-Tipps: Rothaarsteig-Marathon, Baroko Marathon (CZ), Harzquerung, Brocken-Challange, STUNT100 (Einladungslauf).
Ein vollständiger Impfstatus und ein gesunder Allgemeinzustand des Hundes ist die Grundvoraussetzung. Als Ausrüstung sollten neben dem Geschirr, der Zugleine mit Ruckdämpfer und dem Bauchgurt (vergleiche Laufen mit Hund (Teil I) bzw. RUNNING 08/2007) ein Faltnapf und für den Notfall 1/2 Liter Wasser in einer Radflasche mitgeführt werden. Geschirr und Faltnäpfe sind im Hundesport-Zubehör erhältlich.
Am Raceday steht dann die Versorgung im Vordergrund:
Das Fressen stellt – ein entsprechendes Training vorausgesetzt - auf Distanzen bis ca. 50-60km kein Problem für den Hund dar. Morgens richtig "gefrühstückt", muss unterwegs nicht nachgefüttert werden. Ein paar Leckerlis halten das Tier ab und zu bei Laune; es sollte jedoch in kleinen Mengen verabreicht werden und nichts Magenbelastendes sein. 1-2 getrocknete Sprotten (Fisch) sind ideal.
Mit dem Trinken hingegen steht und fällt der Wettbewerb. Wie beim Menschen ist die Leistungsfähigkeit des Tieres stark von den Witterungsbedingungen und der Hydrierung abhängig. Mit 1/2 bis 3/4 Liter Wasser sollte man ins Rennen gehen, aber kein Hund will auf Vorrat trinken. Hier hilft nur der morgendlichen Mahlzeit möglichst viel Wasser hinzuzufügen. Fleisch kann man pürieren (durch den Fleischwolf drehen) und mit Wasser zu einem Brei anrichten. Auch Gemüseflocken (Trockenfutter) kann mit reichlich Wasser zum Brei quellen; die Konsistenz darf jedoch nicht zu flüssig werden, denn dann fischt der Hund nur die festen Bestandteile heraus.
Unterwegs bevorzugen die meisten Hunde Pfützen und Bäche. Hier unbedingt anhalten und reichlich saufen lassen. Sollte es am Verpflegungspunkt nur Leitungswasser geben und das nicht den Geschmack der Zugmaschine treffen, so hilft ein alter Musher-Trick: Vor dem Rennen die Flüssigkeit von Dosen-Thunfisch in Eigensaft (nicht in Öl!) in einer kleinen Flasche abfüllen, und bei Bedarf dem Leitungswasser beigeben. 2-3 Tropfen dieses Thunfischwassers wirken oft wahre Wunder.
Was nun, wenn der Vierbeiner anfängt zu hinken, sich zurückfallen und nur noch ziehen lässt? Verletzungen an den Pfoten, eingetretene Scherben oder Wintersplit können die Ursache sein. Bei langen Asphaltpassagen können sogar Blasen und Hautablösungen an den Ballen auftreten. muskuläre Probleme treten eher selten auf.
Es hilft nichts: Aufhören - Erstversorgung - ein Platz zum Ausruhen aufsuchen! Die beste aller Vorsorgen ist natürlich eine Begleitperson mit Auto, die per Handy zum nächsten Verpflegungspunkt gerufen werden kann. Ronja und ich sind auch schon von sehr fürsorglichen Helfern zurück in die Zivilisation gefahren worden; verlassen würde ich mich darauf aber nie.
Weitere Infos:
RUNNING das Laufmagazin berichtet: Kohle, Kultur und Ultramarathon
12 Stunden im Kreis.
12h-Sponsorenlauf für ein neues Schulgebäude in Rudhanda. Der Westen berichtet vorher, nachher und nach nachher. Im Ziel: 109,2km.
Markus Flick, Sieger TTdR2010.
Sieger wurde Markus Flick aus Ennepetal in einer Zeit von 27:48 Stunden. TorTour de Ruhr
123km, 4800 Höhenmeter, Trail vom Feinsten! Zum Bericht.
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Ein frostiger Lauf quer durch Hohenlimburgs Wälder.
Zum 22. mal heisst es beim Elseyer Herbstwaldlauf: Über Stock und Stein, durch Schlamm und über höchste Höhen: Volkslauf in Elsey!
11,4km swim - 540km bike - 126,6km run
Europameisterschaft in Neulengbach, AT
7,6km swim - 360km bike - 84,4km run
Zug- und Bremsläufer
Sommerliches Wetter, nettes Team und Punktlandung beim pacen auf 3:45h (Brutto 3:44:51h). Bilder bei Runners World.
Die TTdR2010 wirft lange Schatten voraus: Die Sportzeitung Revier Sport berichtet in seiner Ausgabe 9/2009 "TorTour de Ruhr" auf 230 Kilometern.
Laufen mit Hund im Wettbewerb
Kleiner Ratgeber für ein Gespann mit sechs Beinen (Teil II).
Test für Lensahn: Bericht und Video zum 24-Stunden-Schwimmen im SSLZ Wuppertal.
Belgische Berg- und Talbahn
Wer Schlamm und Berge mag sollte den Klassiker Olne-Spa-Olne auf die ToDo-Liste nehmen. 65km, 1900 Höhenmeter und kaum ein gerades Stück Strecke.
Der 3:30h-Trupp
Ideales Wetter, gute Stimmung im Pulk und ein 1a Zieleinlauf mit Nebel, Laser, Cheerleardern und lauter Musik. (Netto 3:28:33h)
WDR Lokalzeit begleitet Anke einen Tag lang.
Anke Klimm aus Hagen hat einen Startplatz für den IM Hawaii. Der WDR berichtet, die Hagener Statisten steigen mit in die Glörtalsperre (brrrrr.).
Ab an den Strand... 4 Wochen nach Frankfurt eine weitere Langdistanz: OSTSEEMAN - Bericht.
Erste Triathlon Langdistanz.
Ein Ausflug ins Tria-Lager: Ironman Germany. OstseeMan folgt...
RUNNING das Laufmagazin berichtet: Längster Nonstoplauf Deutschlands...
Elke Streicher, Siegerin TTdR2008.
Siegerin wurde Elke Streicher aus Gerlingen im Schwabenland in einer Zeit von 33:42,06 Stunden. Zweiter und schnellster Mann war Mike Friedl mit 35:23:56 Stunden. TorTour de Ruhr
Fähre Hardenstein.
3-Seen Trainingsultra zur TTdR: Tom, Pete, Matthias, Stefan, Rudi und Jens inspizieren die Wegweiser zwischen Hagen und Bochum.
Klagemauer
Weeze: Laufen, kriechen, klettern, springen und mit Marianne Rosenberg im Bunker. Strongman Run Homepage.
Brocken im Harz: 1a Aussicht belohnt nach 84km und 2200 Höhenmetern. BC-Homepage.
TTdR2008: Neuauflage des 230 Kilometer Nonstop Laufes. Infos.
Laufen gegen Krebs
Thomas und Claudia ein Stück auf ihrem 250KM Ruhrgebietslauf Spendenlauf begleitet.
Laufen mit Hund!
Kleiner Ratgeber für ein Gespann mit sechs Beinen.
Trail vom Feinsten!
Europas größter und längster Ultra-Berglauf: 163km rund um den Mont Blanc - 8.900 Höhenmeter, Frankreich, Italien, Schweiz. Ein brutal schönes Abenteuer. Laufbericht.
Bekloppt und reizvoll zugleich!
Zurück vom 6-Tage-Bahn-Lauf. 1588 Runden a 400 Meter macht 635,76km :-)