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IronMan Germany - Frankfurt
3,8km Swim - 180km Bike - 42,2km Run

6. Juli 2008

Mit *dem* Rad bist du die ganze Strecke gefahren? Respekt!

Carbon-Rennmaschinen-Fahrer über mein Low-Budget-Rad während der Einfahrt nach Frankfurt, kurz vor dem Wechsel Rad/Marathon.


Kurzbericht über 6 Disziplinen:

Ja, es war hart! Im Gegensatz zum herkömmlichen Ultra wird hier die ganze Zeit gepowert - auf allen drei offiziellen Disziplinen: Swim/Bike/Run.

Gut, dass ich mit der Tria-Langdistanz angefangen, und keine Volks-, Olympische- oder sonst welche Hetzjagd-Distanzen absolviert habe. Lang liegt mir eher; die Sprinterei ist mir zu anstrengend.

Vorbereitung (1. Disziplin)

Der Ironman ist eine logistische Meisterleistung für Veranstalter und Athleten. Die Anmeldung, Radabgabe, das Verteilen der Ausrüstung auf 3 Beutel, die Nahrung, das Anbringen von Startnummern und -aufklebern, die Zeitplanung ... all das will gut vorbereitet sein und braucht gut einen halben Tag vor dem Start.

Erwähnenswert ist, dass man hier in Frankfurt auch mal was von den Profis sieht. Nicole Leder oder Timo Bracht schieben ihre Räder und Beutel selbst den langen Weg vom Parkplatz zum Check-In am See. Aha - Normalos ohne Star-Gehabe.

3.8km Schwimmen (2. Disziplin)

Das Neoprenanzug anlegen, die Utensilien für den Start und den Wechseln aufs Rad zurechtlegen, dauert morgens um 5:30 Uhr fast genau so lange, wie das Schwimmen selbst.


05:30 Uhr, Raceday: Müdigkeit vs. Aufregung.

Wer Bilder vom Start am Langener Waldsee und den Wendebojen gesehen hat ahnt es schon: Man darf keine Platzangst haben - es wird eng im Wasser. Da wird gehauen und geschubst.

Das Schwimmen selbst liegt mir, aber die Orientierung im offenen Gewässer ist alles andere als einfach. Da schwimme ich zickzack und mehr als notwendig (haha).

Wechsel und Umziehen zwischen Swim/Rad und Rad/Run (3. Disziplin)

Mit einem Einteiler, der von Anfang an unter dem Neo getragen wird, bin ich auch Rad gefahren und gelaufen. Helm auf, Helm ab, nur Socken und Schuhe wechseln und fertig ist die Laube. "Spare in der Zeit, dann hast du in der Not!"

180km Radfahren (4. Disziplin)

Gefahren wird 12km vom See nach Frankfurt rein und dann 2 Runden zu je 84km. In der zweiten Radrunde war es so windig, dass an einigen Stellen nur mit 6-8km/h weniger, als in der ersten Runde gefahren werden konnte (nein, es lag nicht an den müden Beinen). Ohne Aerolenker wäre ich aufgeschmissen gewesen.

Glücklicherweise sind wir im Sauerland mit ausreichend Bergen gesegnet, so dass Anstiege wie "The Hell", "The Beast", "Hartbreak Hill" keine echten Herausforderungen darstellen. Die Kopfsteinplaster-Passage in Maintal(?) hat dafür die Muskeln gelockert, und einige High-Tech-Bikes und Radcomputer zerlegt.

Das Radfahren ist meine Angstdisziplin, hat aber super hingehauen. Hier habe ich auch die meiste Zeit im Training investiert. Ab KM 130 dachte ich, ich schaffe es nicht - so sehr haben mir die Füsse geschmerzt, aber irgendwie konnte ich sie wieder beruhigen.

Essen und Trinken (5. Disziplin)

Zum richtigen Zeitpunkt Essen und Trinken - sonst wird das nix. 2 Riegel, 2 Flaschen Getränk (Wasser, Iso, Cola, Red Bull) plus Salztabletten pro Stunde sind Pflicht.

42.2km - Marathon zum Schluss (6. Disziplin)

Der Wechsel vom Radfahren zum Laufen sieht nur für die Zuschauer lustig aus. Es ist das komischste Gefühl, dass ich kenne. Taube, eingeschlafene Füsse wollen wieder zu Leben erweckt werden. Man geht wie auf Eiern.

Zum Abschluss also noch ein Marathon unter 4 Stunden - der ist immer drin ;-)

Ganz besonders wenn Julia, Andreas, Babsi, Rudi, Uli, Angie und Rene stundenlang an der Strecke stehen und anfeuern. Ist übrigens auch eine Disziplin ;-)


Endlich: Nach 11:38:15h.

Fazit: Geil!

Alles in allem eine Materialschlacht, ein organisatorischer Riesenaufwand, aber auch ein tolles Gefühl am Römer einzulaufen. Gänsehaut! Mit 11:38:15h habe ich meine persönlichen Erwartungen übertroffen - es hat alles gestimmt.

Ja, so war das. Jetzt 4 Wochen locker und dann zum OstseeMan. Aber Piano :)


Pressebericht in der Westfalenpost vom 8.7.: Jetzt schwimmt und bikt er auch noch :-)

Team Ronja present

TorTour de Ruhr - längstern Nonstoplauf Deutschlands.

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