
| Homepage des Veranstalters: | www.adler-langlauf.de |
| Ort: | Bottrop, Bergwerk Prosper-Haniel und Umland |
| Strecke: | Waldwege, Wanderwege, wenig Asphalt |
| Wetter: | Sonne, paar Grad. |
| Teilnehmer: | 176 Finisher (50km) |
Hast du auch die Zwillinge gesehen? Die haben bestimmt Hase und Igel gespielt!
Als wir von der Autobahn kommend auf das Gelände des Bergwerk Prosper-Haniel in Bottrop einbiegen, denke ich automatisch an den Film "Jede Menge Kohle" (1981), der die Geschichte von Katlewski, Bergmann aus Recklinghausen erzählt. Es wird kein Weg daran vorbei gehen, am "Datt" und "Watt" - mindestens 2x in jedem Satz, jede Wette! Die Chancen stehen nicht schlecht, zumal uns die Umkleiden und Duschen der Kumpels zur Verfügung gestellt werden. Da trifft man bestimmt auf Weisshelme mit Russgesicht, oder den Steiger mit dem "Tana Schanzara"-Dialekt. :-)
Der Bottroper 50er macht zwei Runden a 25km, weg vom Bergwerk durch ein Naturschutzgebiet und soll mein Letzter längerer Lauf in diesem Jahr sein. Julia will eine Runde absolvieren und damit zum ersten über HM-Distanz laufen.
Auf dem Weg zur Anmeldung treffen wir "die Telgter", Stepp, Uli mit Frau, Smeagol, und weitere bekannte Gesichter - fast ein Familientreff. Weiter geht's zum Unterlagen abholen mit anschliessendem Umkleiden inspizieren. Die sind natürlich ein Hingucker: Statt der üblichen Schliessfächer gibts Bergmann-typische Drahtkörbe für unsere Habseligkeiten, die an Seilen/Ketten unter die Hallendecke gezogen werden. Auf dem Gang dorthin treffe ich auch gleich zwei "echte" Kumpel mit Ruß im Gesicht, Kippe auf dem Zahn, vertieft in Dialoge im tiefstem Ruhrpott-Slang ... genug Klischees - ab zum Start.
Naturbursche
Naturkrause
Natur
Die Sonne scheint, noch wenige Minuten, ausgelassene Stimmung. Wie so oft in diesem Jahr stolpere ich hier auch wieder über Hugh, dessen Schottenrock (Brrr, bei den Temperaturen, mir ist lausig kalt!) zum x-ten mal in meine tragbare Webcam will. Während ich mit Step ein Sätzchen wechsel, kommt ohne Vorwarnung der Startschuss. Meine Beine sind so erschrocken, dass sie gleich unter 5min/km loslaufen. Seit wann gibt's Läufe ohne langweilige Vorredner? Bottrop will wohl mit Macht in guter Erinnerung bleiben. :-)
Nach wenigen Hundert Metern laufe ich auf Hugh auf, stelle fest, dass ich zu schnell bin, und beschliesse bei ihm zu bleiben. Während wir den ein oder anderen überholen wechseln die Eindrücke der gemeinsamen Läufe des Jahres und die Projekte für 2005 den Besitzer. Am besten gefällt mir die Geschichte, wie ich Hugh anfang des Jahres mit (sprich:) jutsch angeredet habe ohne zu wissen, dass damit eigentlich ein grosses Gemächt bezeichnet wird #-) - also sagt ju wie Hugh Grant zu ihm, wenn ihr ihn mal trefft! Bei ihm steht Paris-London auf der Liste, d.h. am Paris-Marathon teilnehmen, dann nach London rüber laufen, und dort den London-Marathon gleich hinterher finishen - clevere Sache.
Wir haben also Spässchen, als bei KM7 plötzlich ein Messer von hinten in meinen Oberschenkel sticht - jedenfalls fühlt es sich so an. Die Quittung? Wofür? Kalte Muskeln am Start? Fehlendes Stretching weil der Vorredner fehlte? Vertreten? Zerrung? Argh... ich muss Hugh ziehen lassen, tempo drosseln, anhalten. Mist. Ein paar Dehnübungen - es hilft nix. Langsam wieder anrollen - Aua. Na toll, das war es? Vielleicht muss es sein. Wo sind sie Sanitätsposten zum aussteigen? Schönstes Wetter, herrliche Gegend, und nun das. Meine Laune sinkt, und ich schwanke zwischen "daraus lernen wollen" und "es doch nochmal probieren". Zaghafte Anrollversuche probierend ("Na jedenfall wird es nicht schlimmer") beschliesse ich schliesslich wenigstens gaaanz langsam durch die erste 25km-Runde zu traben, um mit den 25km-Läufern im Ziel zu sein. Unglücklicherweise hat Julia auch noch den Schlüssel für die Utensilien.
Es geht, anhalten, strecken, ein Riegel als Trostpflaster und dann geht es besser. Ich kann rollen. Es werden die in-den-Körper-horchen'sten 18 Kilometer meines Lebens, und darum bekomme von der ersten Runde wenig mit. Zu allem Überfluss streikt nach 18 Bildern nun auch die Mini-Camera. 18 scheint nicht meine Glückszahl zu werden. Vorbei an einschlafenden Rot-Kreuzlern, und LaOla-Wellen-schlagenden Versorgungshelferinnen geht es durch das Herbstlaub. Einen Holzturm, wie in diesen kanadischen Waldbrandfilmen, haben die hier auch.
Gegen 2:09h endet die erste 25km-Runde. Ein leicht dumpfes Gefühl habe ich immer noch, aber die Stimmung ist derartig gut (und ich müsste noch 1 3/4h auf meine Umziehsachen warten, da erkältet man sich ja) so dass ich eine zweite Runde wage. Also über die Champion-Chip-Matten, fiepen, Wende und weiter.
Start und Ziel hängen mit einer Stichstrasse (oder war es ein Waldweg?) an der grossen Runde, so dass sich die Läufer ein Stück lang begegnen. Unter den mir entgegenkommenden fällt mir eine junge Frau auf, die oben herum nur ein knappes Oberteil trägt, wie bei den Triathleten. "Uaahhh, das gibt's doch nicht" denke ich bei mir und habe sie schon vergessen, als sie nochmal an mir vorbei läuft. Denkpause! Ein Déjà-vu-Erlebnis? Habe ich jetzt bei KM 26 doch schon Aussetzer? Julia berichtet mir auf dem Heimfahrt später: "Hast du auch die Zwillinge gesehen? Die haben bestimmt Hase und Igel gespielt!
Die Gegend ist wunderschön, streckenweise nicht mit der ersten Runde zu vergleichen (haha). Wald, Wiesen, Seen, Naturschutzgebiet, Spaziergänger, Familien, die die letzten Sonnentage beim Spazierengehen geniessen. Ich überhole einen Läufer mit dem Trikot vom 24 Radrennen am Nürburgring. "Kannst du mich ein paar Meter ziehen? Es ist erst mein 2. Marathon, und ich bin total fertig". Das tue ich gern, und Über seinen Zustand vergesse ich meine Beine, bis wir uns wieder trennen.
Auf den letzten 10-12km kommt aus dem Nichts der Uli auf seinem Klappfahrrad und erzählt mir wie anstrengend 50km damit zu fahren seien. Ach Uli, dich schickt der Himmel. Er erzählt vom 6-Tage-Lauf in Erkrath und wir denken über Sinn und Unsinn von Regelwerken nach. Zu uns gesellt sich Petra, der solche Sprintstrecken ja nicht *so* liegen. Sie kommt eher vom 24h und 48h-Lauf. Holla. Als ein Streckenposten ihr auch noch zuruft: "Du bist die 2. Frau" stelle ich fest, dass wir - Uli, Petra und ich - bestimmt schon wieder einen 5:00-5:30er Schnitt laufen - soviel zum Thema Ablenkung. Und weil wir zusammenbleiben ist der Zeileinlauf auch mal was ganz besonderes, weil die Zuschauer eine 2. Frau nunmal mehr bejubeln, als wenn ich da als 49. reinstolpere. ;-)
Zwei Dinge habe ich dann noch gelernt. Erstens: Kumpel seifen sich unter der Dusche gegenseitig den Rücken mit einem Schwamm ein - wie sollen sie da auch sonst sauber werden? Und zweitens: Offensichlich kann man beim Duschen rauchen, denn dort lagen Kippen ;-)
RUNNING das Laufmagazin berichtet: Kohle, Kultur und Ultramarathon
12 Stunden im Kreis.
12h-Sponsorenlauf für ein neues Schulgebäude in Rudhanda. Der Westen berichtet vorher, nachher und nach nachher. Im Ziel: 109,2km.
Markus Flick, Sieger TTdR2010.
Sieger wurde Markus Flick aus Ennepetal in einer Zeit von 27:48 Stunden. TorTour de Ruhr
123km, 4800 Höhenmeter, Trail vom Feinsten! Zum Bericht.
|
|
Ein frostiger Lauf quer durch Hohenlimburgs Wälder.
Zum 22. mal heisst es beim Elseyer Herbstwaldlauf: Über Stock und Stein, durch Schlamm und über höchste Höhen: Volkslauf in Elsey!
11,4km swim - 540km bike - 126,6km run
Europameisterschaft in Neulengbach, AT
7,6km swim - 360km bike - 84,4km run
Zug- und Bremsläufer
Sommerliches Wetter, nettes Team und Punktlandung beim pacen auf 3:45h (Brutto 3:44:51h). Bilder bei Runners World.
Die TTdR2010 wirft lange Schatten voraus: Die Sportzeitung Revier Sport berichtet in seiner Ausgabe 9/2009 "TorTour de Ruhr" auf 230 Kilometern.
Laufen mit Hund im Wettbewerb
Kleiner Ratgeber für ein Gespann mit sechs Beinen (Teil II).
Test für Lensahn: Bericht und Video zum 24-Stunden-Schwimmen im SSLZ Wuppertal.
Belgische Berg- und Talbahn
Wer Schlamm und Berge mag sollte den Klassiker Olne-Spa-Olne auf die ToDo-Liste nehmen. 65km, 1900 Höhenmeter und kaum ein gerades Stück Strecke.
Der 3:30h-Trupp
Ideales Wetter, gute Stimmung im Pulk und ein 1a Zieleinlauf mit Nebel, Laser, Cheerleardern und lauter Musik. (Netto 3:28:33h)
WDR Lokalzeit begleitet Anke einen Tag lang.
Anke Klimm aus Hagen hat einen Startplatz für den IM Hawaii. Der WDR berichtet, die Hagener Statisten steigen mit in die Glörtalsperre (brrrrr.).
Ab an den Strand... 4 Wochen nach Frankfurt eine weitere Langdistanz: OSTSEEMAN - Bericht.
Erste Triathlon Langdistanz.
Ein Ausflug ins Tria-Lager: Ironman Germany. OstseeMan folgt...
RUNNING das Laufmagazin berichtet: Längster Nonstoplauf Deutschlands...
Elke Streicher, Siegerin TTdR2008.
Siegerin wurde Elke Streicher aus Gerlingen im Schwabenland in einer Zeit von 33:42,06 Stunden. Zweiter und schnellster Mann war Mike Friedl mit 35:23:56 Stunden. TorTour de Ruhr
Fähre Hardenstein.
3-Seen Trainingsultra zur TTdR: Tom, Pete, Matthias, Stefan, Rudi und Jens inspizieren die Wegweiser zwischen Hagen und Bochum.
Klagemauer
Weeze: Laufen, kriechen, klettern, springen und mit Marianne Rosenberg im Bunker. Strongman Run Homepage.
Brocken im Harz: 1a Aussicht belohnt nach 84km und 2200 Höhenmetern. BC-Homepage.
TTdR2008: Neuauflage des 230 Kilometer Nonstop Laufes. Infos.
Laufen gegen Krebs
Thomas und Claudia ein Stück auf ihrem 250KM Ruhrgebietslauf Spendenlauf begleitet.
Laufen mit Hund!
Kleiner Ratgeber für ein Gespann mit sechs Beinen.
Trail vom Feinsten!
Europas größter und längster Ultra-Berglauf: 163km rund um den Mont Blanc - 8.900 Höhenmeter, Frankreich, Italien, Schweiz. Ein brutal schönes Abenteuer. Laufbericht.
Bekloppt und reizvoll zugleich!
Zurück vom 6-Tage-Bahn-Lauf. 1588 Runden a 400 Meter macht 635,76km :-)